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Benutzer:Thirunavukkarasye-Raveendran/Grammatik TEMP6

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ik-Verben (ikes igék)


"Ikes igék" (ik-Verben) spielen eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit den in diesen drei Kapiteln behandelten Verbkategorien (Passiv, Reflexiv, Medial), da viele Verben dieser Typen zur Klasse der ik-Verben gehören.
"Ikes igék" sind Verben, deren Grundform (3. Person Singular, Präsens, Indefinit) auf -ik endet (z.B. `eszik` – er/sie/es isst, `alszik` – er/sie/es schläft). Sie haben teilweise eigene Konjugationsmuster.
die Rolle der ik-Verben in folgenden Kapiteln:
1. Passiv (Passivformen):
  • Die Suffixe, die das (seltene, formale) ungarische Passiv bilden (`-atik`/`-etik`, `-tatik`/`-tetik`), erzeugen immer ik-Verben.
  • Beispiele: `íratik` (wird geschrieben), `építtetik` (wird gebaut), `adatík` (wird gegeben).
  • Rolle: Wenn man das formale Passiv bildet oder darauf stößt, hat man es mit einem ik-Verb zu tun und muss dessen Konjugation beachten.
2. Reflexiv (Reflexivformen):
  • Die häufigste Methode, genuine Reflexivverben zu bilden, verwendet Suffixe wie `-kodik`/`-kedik`/`-ködik` oder `-kozik`/`-kezik`/`-közik`. Diese Suffixe erzeugen immer ik-Verben.
  • Beispiele: `fésülködik` (sich kämmen), `mosakodik` (sich waschen), `védekezik` (sich verteidigen), `dolgozik` (arbeiten – historisch evtl. reflexiv/medial, heute einfach ein ik-Verb).
  • Rolle: Ein sehr großer Teil der abgeleiteten Reflexivverben gehört zur Klasse der ik-Verben. Das Erkennen und korrekte Konjugieren dieser ik-Verben ist daher zentral für das Thema Reflexivität. (Die andere Methode, Reflexivität mit dem Pronomen `maga` auszudrücken, involviert nicht notwendigerweise ein ik-Verb.)
3. Medial (Medialformen):
  • Hier ist das Bild gemischt:
  • Suffixe wie -ódik/-ődik/-edik (die oft eine Zustandsänderung oder ein Geschehen ausdrücken, das dem Subjekt widerfährt) erzeugen ik-Verben. Beispiele: `íródik` (wird geschrieben/entsteht schreibend), `kezdődik` (beginnt), `csukódik` (schließt sich), `fejlődik` (entwickelt sich).
  • Das Suffix -ul/-ül (das ebenfalls oft mediale Bedeutung hat) erzeugt in der Regel keine ik-Verben. Beispiele: `tanul` (lernt), `épül` (wird gebaut/entsteht), `javul` (bessert sich).
  • Rolle: Viele wichtige Medialverben, insbesondere die mit der Endung `-ódik`/`-ődik`, sind ik-Verben. Man muss also auch hier die ik-Konjugation kennen. Es ist aber wichtig zu wissen, dass nicht alle medialen Verben (insbesondere die auf `-ul`/`-ül`) ik-Verben sind.
Zusammenfassend:
Die Endung `-ik` ist primär ein Konjugationsmerkmal. Allerdings führen viele der Suffixe, die zur Bildung von Passiv-, Reflexiv- und bestimmten Medialverben verwendet werden, dazu, dass das resultierende Verb ein ik-Verb ist. Daher ist das Verständnis der "ikes igék" und ihrer Konjugation unerlässlich, wenn man sich mit diesen drei grammatischen Kategorien im Ungarischen beschäftigt. Die Häufung von ik-Verben in diesen Bereichen ist ein charakteristisches Merkmal der ungarischen Verbalmorphologie.